Bock auf morgen?

GSA Future Hub 2024

Bock auf morgen?

GSA Future Hub 2024

Das erste “GSA Future Hub” der German Speaker Association

Fachkräftemangel: Das ist aktuell das wohl meistgenutzte Schlagwort in Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt und die vielleicht größte Herausforderung für die Sicherung unserer Wirtschaft. Genau solche Themen möchte die German Speakers Association (GSA) mit dem neuen Think-Tank-Format in den Fokus nehmen. Das „GSA Future Hub“ versteht sich als „interdisziplinärer Austausch zu drängenden Problemen unserer Zeit“. Dieser Geist steht als Idee hinter der Workshop-Session, initiiert von Silvia Ziolkowski.

Am 6. März 2024 versammelte sich erstmals eine exklusive Runde im Event-Space Startraum in Göttingen, um diesen Themen auf den Grund zu gehen. Gestandene mittelständische Unternehmer, ausgewiesene Businessexperten und Vortragsredner aus den Reihen der GSA, Vertreter eines führenden Unternehmerverbandes, der 2.000 Unternehmensmitglieder unter seinem Dach vereint, sowie dynamische Berufseinsteiger und Studentinnen, die für die Generation Z stehen und den Blickwinkel der jüngsten Arbeitnehmergeneration einbringen wollten.

Moderator Gunnar Marx, der eine zielführende Agenda erarbeitet hatte und durch den Tag führte, fasste eingangs zusammen. „Wir finden keine Leute, die jungen Menschen sind demotiviert, die Krankenstände hoch wie nie – das sind derzeit die gängigen Klischees zum Thema Fachkräftemangel. Dass es auch anders geht, beweisen unsere Unternehmerinnen und Unternehmer hier im Raum, die in Sachen Recruiting und Retention nahezu keine Probleme haben.“

Zum Einstieg ins Thema lieferte Gen-Z-Experte Felix Behm in seinem Vortag ein paar Fakten: Junge Menschen unter 29 Jahren verbringen 6,2 Stunden pro Tag am Smartphone, 50 Prozent sind lieber erwerbslos als unglücklich im Job, und bis 2030 gehen 18 Millionen Babyboomer (die Generation der 1950 bis 1964 Geborenen) in den Ruhestand. So weit, sehr verkürzt, die Faktenlage, auf die sich die handverlesene Gruppe einstellen musste.

Zukunft gestalten mit Blick auf Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Sinnstiftung oder neue Führungsformen – dazu braucht es ein Umdenken, darin waren sich die Arbeitsgruppen des Tages einig. Es wurden verschiedene Stoßrichtungen mit unzähligen praxiserprobten Impulsen erarbeitet, wie sich Zukunft aktiv gestalten lässt. „Der Mensch im Mittelpunkt“: Das muss von der Floskel zu gelebter Kultur werden. Eine unbedingte Wertschätzung für die Einzigartigkeit der Menschen, die Förderung der individuellen Fähigkeiten und eine nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Werteorientierung – das Ganze am besten vorurteilsfrei, ohne Generationen-Bashing und Pauschalisierung. Mit weniger Ausbeutung und Profitdenken, mit mehr Fairness und Augenhöhe. Insgesamt positiv, zupackend, optimistisch und experimentierfreudig.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Runde glänzten mit ihren Best Practices zu Retention und Recruiting und bewiesen, dass Fachkräftemangel nicht zwangsläufig sein muss. „Vom Verdruss zum Überfluss“ – das kann durchaus funktionieren, wenn man auf die richtigen Aspekte fokussiert. Statt die Angst vor KI & Co. zu schüren, gilt es, die Technologie zum Wohle der Menschen einzusetzen, sodass mehr Freiraum entsteht für hochwertige Tätigkeiten, die nur der Mensch übernehmen kann. Und es gilt, die jungen Menschen beim Weg in die Berufstätigkeit intensiv und individuell zu begleiten.

„Es braucht die Unternehmerinnen und Unternehmer, es braucht die Führungskräfte und Bildungsinstitutionen. Es braucht auch uns als Rednerinnen und Redner, weil wir als Mutmacher, Inspiratoren und Perspektivenwechsler helfen können, diesen Wandel zu unterstützen. Weiter braucht es sehr viel Gemeinschaft, viel Zuhören und Verstehen sowie viel sinnstiftende Arbeit. Vielleicht kann die KI dabei ja sogar unterstützen, uns zu mehr Selbstwirksamkeit zu verhelfen und von vielen unbefriedigenden Aufgaben zu entlasten. Insgesamt sehen wir uns vor einer zentralen gesellschaftspolitischen Aufgabe, die man mit viel Optimismus, Mut und Energie angehen kann, wenn man erst mal die Scheuklappen fallen lässt“, fasst Silvia Ziolkowski zusammen.

Die Ergebnisse des GSA Future Hubs haben wir in einem Booklet zusammengefasst. Bei Interesse senden wir das Booklet sowie einen Ablaufplan als Leitfaden gerne zu. Bitte Mail an info@old.germanspeakers.org.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für diesen intensiven, ideenreichen und zukunftsfördernden Workshop und freuen uns schon auf kommende, spannende Future Hubs.

Vielen Dank an:

Felix Behm (Gen Z-Experte), Astrid Brüggemann (neues lernen und KI), Fabian Ewald (Präsident mib), Ute Grandt (Führung und Zusammenarbeit), Laura Henke (Potentialentfaltung & Innovationskultur), Matthias Lehner (Inhaber Body Street), Gunnar Marx (Moderation), Lars Mette (Inhaber Takeoff Media), Aline Pronnet (Zero Waste), Daniel Pflieger (Vordenker & Ideenentwickler), Jens Probst, Harald Röder (Stifter Provita & Inhaber DBZWK), Petra Spiekermann (ps:pr-Pressearbeit), Sabine Stein (Inhaberin Performance international), Robert Szilinski (Inhaber Essentri), Hanna-Sophie Welker (Geschäftsführerin GSA), Christian Thiele (Positive Leadership), David Ziegler (spiritueller Entrepreneur), Silvia Ziolkowski (Präsidentin GSA/Zukunftsentwicklerin), Jörg Zeißig (Geschäftsführer Holtmann)

Eindrücke vom Future Hub 2024: