Der große Rückblick zur GSA Online Convention 2020!

PLAN C

Eine Convention in Wollsocken: ein etwas analogerer Rückblick von Petra Spiekermann

PR-Frauen schreiben PR-Artikel. Im Idealfall. Im Old Normal. Im Fall von PS:PR im Auftrag der GSA über glamouröse Auftritte, garantierte Lacher, minutenlange Standing Ovations oder brillante Redner, die die Bühne rocken. Feuerwerke der Inspiration und der Motivation – mindestens. So war das früher. Wieder eine Convention miterlebt und verarbeitet. Dann weiter zur Zukunft Personal. Zur Buchmesse. Zum Stuttgarter Wissensforum. Überall da, wo die Speaker und Autoren sind, sind wir auch. Und schreiben Rückblicke zu vergangenen Veranstaltungen, auf denen die vermutlichen Leser und Leserinnen der Nachberichte meist gar nicht waren… Und 2020? Alles anders. Kein Ballsaal, keine Bühne, keine Bussis…

Voices of Change: Die Geister, die wir riefen?

Voices of Change – so lautete das GSA-Motto in 2019. Es wirkt in der Rückschau wie ein Vorbote auf die aktuelle Situation. Bei uns im Markt, in der Weiterbildung insgesamt, in Deutschland, Europa, der ganzen Welt. Aus dem geplanten Stuttgarter Jahrestreffen wurde erst ein PLAN B – auch der nicht wirklich umsetzbar – und dann ein PLAN C. „C“ wie Change oder Convention. Der PLAN C sollte es also sein – die erste GSA Online Convention. Komplett remote – bis auf ein paar Glückliche, die in der Macromedia-Hochschule zu München zusammenkamen, um das Mentorenprogramm zu starten. Und natürlich offline für die Absolventen der GSA Akademie, die sich den Abschlussprüfungen stellen mussten – live und in Farbe! Da war ich schon ein bisschen neidisch. Ich habe schließlich alle Conventions besucht, die es je gab im deutschsprachigen Raum, die erste 2006 in Herzogenaurach. Und jetzt die fünfzehnte? Am Schreibtisch? Oder auf dem heimischen Sofa?

Private oder Public Viewing?

Es wurde dann die Dachterrasse – dem Wetter sei Dank! Wenn sich zwei Menschen, die nicht familiär gebunden sind und nicht im selben Haushalt leben, zusammenfinden, um eine Veranstaltung zu verfolgen – ist das erlaubt in unserem Bundesland? Brauchen wir ein Hygienekonzept? Und ist das noch ein Private Viewing oder schon Public? Glücklicherweise kam die beste Chefredakteurin der Welt vorbei, und wir konnten den Tag gemeinsam verfolgen, diskutieren und nicht nur ganz nebenbei auch genießen. Frühstück gab’s im Stehen in der Küche; Tagungskaffee so viel man wollte – in brauchbarer Qualität. Eindeutig ein Plus der Home-Convention.

Gut, dass Susanne auch Fernsehen kann

Und dann: Die erste Online-Keynote der Convention. Bei Susanne Nickel wirkte es, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Professionell, locker, bewegend. Susanne hat sich nicht nur einmal im Leben neu erfunden. Tanzstudium bei Pina Bausch an der renommierten Folkwang-Hochschule, studierte Rechtsanwältin, Management Development bei Kienbaum, Head of HR bei der Haufe Akademie, Wirtschaftsmediatorin, Management-Beraterin, Pressesprecherin, Rechtsexpertin im Fernsehen, Dozentin für Leadership an namhaften Hochschulen und Change-Expertin: Susanne Nickel hat sich immer wieder gehäutet und bringt die notwendige Glaubwürdigkeit mit für ihr Thema „Die Krise kann uns mal“. Dabei ist sie überraschend offen, nennt Umsatzzahlen und Vortragsvolumina.

Binnen vier Wochen hat sie während des Lockdowns ein Buch mit gleichnamigem Titel geschrieben. Sie erklärt, wie man sein Business auch in schwierigen Zeiten stabilisiert und erneuert. Dafür braucht es auf jeden Fall eine Vision für die eigene Transformation. Und dann die Veränderung angehen mit den richtigen Tools, von denen sie Business Canvas und Working out loud vorstellt – zwei Methoden, die auch dabei helfen, „sich selbst zu kannibalisieren“. Susanne verdichtet schließlich ihre Botschaft auf drei Appelle:

#ErfindeDichNeu #MachDirDieFingerDreckig #ScheiternErlaubt

„Zoom Fatigue“: Nix für digitale Nacktschnecken (Headline frei nach Gaston Florin)

„Our Lifes in Little Zoom Boxes“: Das haben wir alle in den vergangenen Monaten erlebt, und darauf setzte auch Dr. John Molidor, der amtierende Präsident der Global Speakers Federation, in seinem Grußwort auf. Mit den Little Zoom Boxes war es aber nicht getan. Vimeo, Chats, Padlet, High Fidelity, Breakout Sessions, Slack, virtuelle Kaffeebars, Murals, Goodnotes – unzählige Tools und Apps kamen zum Einsatz oder wurden diskutiert. Das war herausfordernd, machte die Sache aber auch extrem kurzweilig.

Der schnelle Wechsel zwischen Studiomoderation (auch ohne Paillettenjackett in glänzender Form: Vizepräsident Michael Rossié!), digitalen Gadgets, Interviews, Einspielern, Keynotes, Aufsagern, Un-Conferences ließ einen gebannt am Rechner sitzen. Ablenkung und mangelnde Konzentration hatten definitiv keinen Platz beim PLAN C. (Obwohl Nicole immer wieder versucht hat, sich über mein WLAN in ihr VPN zu katapultieren. Unbedingt die Mails checken… Klappte aber nicht. Also schnell das Handy als HotSpot klargemacht und schon war sie drin … Nicole gehört definitiv schon zur Spezies der Gehäuseschnecke!)

Technik und Zeitmanagement haben bestens funktioniert; Moderatoren- und Orgateam schienen recht entspannt bei der Koordination der verschiedenen Programmeinheiten. Oliver Breidenbach hat die Software MimoLive beigesteuert und gesponsert, so dass sich die Videos aus zahlreichen Quellen perfekt auf die unterschiedlichen Ausgabegeräte streamen ließen. Bis auf kleinere Holpereien am Nachmittag mit dem Web (yes: Internet is a bitch!) lief beim PLAN C technisch alles rund; das Learning im Umgang mit den verschiedenen Formaten war hoch – zumindest bei mir. Ich hatte richtig Spaß, viel mehr, als ich vorher gedacht hatte.

Komm, wir gehen Pilze finden, oder: Warum Glück eine Entscheidung ist

Ist Katja Kerschgens eine Krisenexpertin? Ja, das ist sie! Ist sie eine tolle Rednerin! Yes, she is! Ist sie eine beeindruckende Persönlichkeit? Auf jeden Fall! Ich verfolge Katjas Posts in den Social Media und habe daher einen Eindruck von ihren Ups and Downs – in der Findung ihrer Themen, im Umgang mit der MS-Erkrankung, die sie immer wieder in den Rollstuhl zwingt. Unverkrampft und unverblümt berichtet sie von den Herausforderungen mit der Krankheit und ihrer Rolle als Coach und Rednerin.

Katja zeigt uns in diesem sehr persönlichen Vortrag, dass auch der kleine Bär und Janoschs Tiger tiefe Weisheiten über das Leben bereithalten.

Für Katja, die „Plan-B-Mentorin“, macht es einen Unterschied, ob wir Pilze suchen gehen oder Pilze finden. Ihr Optimismus à la Janosch ist genauso ansteckend wie ihre Botschaft „Glück ist eine Entscheidung“! Danke, liebe Katja, für Dein „Ich scheitere mich nach oben“ und Deinen berührenden Auftritt.

Der kleine Bär kochte jeden Tag das Essen, denn er war ein guter Koch. »Möchten Sie den Fisch lieber mit Salz und Pfeffer, Herr Tiger, oder besser mit Zitrone und Zwiebel?«

»Alles zusammen«, sagte der kleine Tiger, »und zwar die größte Portion.«

Als Nachspeise aßen sie geschmorte Pilze und dann Waldbeerenkompott und Honig. Sie hatten wirklich ein schönes Leben dort unten in dem kleinen, gemütlichen Haus am Fluss.

(aus Janosch: “Oh, wie schön ist Panama”)

Da sieht man es wieder. Glück ist in der Tat eine Entscheidung! Wir nehmen einfach alles zusammen. Und zwar die größte Portion!

GSA, NSA, GSF, CAPS, PSA, CSPs, HoF: The whole World on my Balkonsofa

Das besondere Flair der Live-Conventions entsteht immer auch durch die Internationals, die sich die Ehre geben. Das war ebenfalls nix in 2020. Trotzdem hatten wir zwei klasse Keynotes und bewegende Grußworte aus der ganzen Welt. Barry Banther, Chairman der NSA, Bob Hooey, Past President der Kanadier und Organisator der Online-Convention in Spanien, sowie Dr. John Molidor, der aktuelle Präsident der GSF, lieferten motivierende Worte an die internationale Speakercommunity.

Ach ja, unbedingt vormerken: Die NSA Convention gastiert vom 10. – 13. Juli 2021 im Caesars Palace Convention Center, Las Vegas, Nevada. What a Venue! Hopefully live!

Was will ich – und wenn ja, wie viele? Un-Conferences statt Workshops

Hier war es wie im richtigen Leben: Du liest das Programm, willst überall hin, musst aber zugleich eine gewisse Auswahl treffen, wenn Du nicht in allen Workshop-Räumen als notorischer Zuspätkommer oder Desinteressiert-früher-Rausgeher entlarvt werden willst. Also hab ich es in den Un-Conferences zu den Marketing- und Markenthemen versucht – natürlich vor allem, weil ich da manchmal auch was zu kamellen habe. Das war ganz interessant: Hier wurde mir die Know-how-Kluft in der Speakerbranche sehr deutlich. Gefühlt gibt es 10-20 Prozent, die Themen wie Online-Marketing und Social-Media-Strategie ziemlich gut drauf haben. Ansonsten ist hier noch viel Nachholbedarf. Bitte GSA – Corona hin und her – behaltet die wunderbaren Freitags-Zoomees bei. Hier habe ich schon richtig viel mitgenommen, und ich kann das nur jedem Member und jeder Memberin ans Herz legen. Immer freitags um 10.00 Uhr bei Zoom (Links jeweils in der GSA Membergruppe bei Facebook https://www.facebook.com/groups/gsamember/)

Make your Voices heard globally

Jackie Handy aus England und David Avrin steuerten zwei hinreißende Keynotes bei. Avrin bot einen charismatischen und aufrüttelnden Vortrag mit starken Appellen an die Rednergemeinschaft. „Everybody is a pandemic Expert. But we are real Experts! / We have to be better, we have to model! / It takes a 24/7-Visibility with Podcasts, Blogs, Information Products: TREAT THIS AS A BUSINESS! / We have to raise our level of profession. / A speach takes six months to be good. / We are Experts and Solution Providers!“: Markante Botschaften, die wachrüttelten. Sein Top-Tipp dann zu Ende der Keynote: Nehmt endlich die Kontaktformulare von Eurer Website und gebt Eure Telefonnummern preis. Denn nur so werdet Ihr zum echten „Solution Provider!“

Jackie Handy wurde direkt aus dem Herzen Englands zugeschaltet und sprach über die „Power des I“. „I“ wie Ich oder wie Inklusion. Sie erzählte, wie sie sich als homosexuell geoutet hat, wie ihre Familie damit umging, was das für sie selbst bedeutete. Wow: Ganz schön mutig! Jackie lieferte ein flammendes Plädoyer dafür, so zu sein, wie man wirklich ist. Denn es ist die eigene Identität, die uns wahre Stärke verleiht. Wäre sie live da gewesen, wir hätten wahrscheinlich alle geweint. Aber auch online kam die volle Emotionalität mit Wucht über den Monitor. Die internationalen Speaker sind eine Bereicherung unserer Convention, die wir nicht missen wollen.

Wo geht’s denn hier zur Preisverleihung?

Newcomer Award, Innovation Award, President’s Award, Akademie-Absolventen, CSP-Ehrungen, Hall of Fame oder der Deutsche Rednerpreis: Convention und Gala sind nicht zuletzt wegen der Auszeichnungen so ausgezeichnet. Das hat mir echt gefehlt (Okay, zugegeben: Vielleicht nicht alle ;-))… Damit Ihr im Bilde seid, was schließlich doch geehrt, gewürdigt, belobigt wurde, gibt’s hier eine Bildergalerie. (Ihr kennt diese Galerien, die einen immer mit trashigen Headlines vom Eigentlichen abhalten wollen? Mein Favorit heute von der Startseite auf stern.de: „Die Diagnose“: Eine Frau plagen mysteriöse Haarschmerzen – ist die Psyche schuld?) Das schreit nach „Klick mich!“ Wie soll man da verdammt noch mal Rückblicke texten?

Was ziehe ich zur Gala an, und mit wem kann ich über die Tischordnung streiten?

Ein President’s Cocktail ohne Cocktail. Und ohne Bisou Bisou vom Präsidenten. Das Gin-Tonic-Paket von dem edlen Sponsor https://blenndis.com/ war bei uns nicht angekommen (ich hörte aber mehrfach, dass der Stuff sehr gut gewesen sein soll!). Vor lauter Frust haben wir schon bei David Avrin mit dem Champagner angefangen. PLAN C halt. Insgesamt haben wir uns beglückwünscht, was wir durch den Digi-Kongress an Geld gespart haben. Keine Reisekosten, kein neues Outfit (irgendwie schade!), keine Tagungspauschale, kein Friseurbesuch (irgendwie schade!), keine Übernachtung, nicht 12 Euro für sehr durchwachsenen Chardonnay an der Hotelbar, keine neuen Gelnägel (irgendwie schade!).

Schampus zuhause können wir uns jetzt locker leisten! Was wir am Gala-Abend gegessen haben, verrate ich nicht. Das späte Dinner in der https://osteria-ilnido.de/ war politically ziemlich incorrect (nur bei mir, nicht bei Nicole ;)), aber köstlich (so viel sei verraten: es fängt mit „Foie“ an und hört mit „Trüffel“ auf. Und Calvadosäpfel waren auch irgendwie dabei). Danach gab’s den Digestivo aus der Pipette (ich glaube, ein größeres Glas wäre mir lieber gewesen). Auf jeden Fall konnten wir unsere Trauer über den verpassten Galaabend hochwertig ertränken. Und ich saß mit Nicole am Tisch – wie eigentlich immer. Nur diesmal zu zweit und nicht zu zehnt.

Dear Mr. President oder: Relevanz vor Firlefanz (frei nach Thorsten Jekel)

Volker war eigentlich überall. Volker, das ist unser Präsident. Volker, das ist Prof. Dr. Volker Römermann. (Das nur angemerkt, falls jemand diesen Beitrag liest, der die GSA für die Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung hält oder für die Gesellschaft Sonderabfall & Asbest Entsorgung mbH. Nein, das sind wir nicht. Volker ist unser Präsident, der der German Speakers Association – kurz GSA). Volker war erst Elect, jetzt ist er Immediate, dann wird er Past und dann: Ich glaube Post oder Ehren – auf jeden Fall immer was mit President. Aber erst mal ist er noch ein Jahr lang unser Immediate. Dann kommt Bettina Stark. Einstimmig gewählt von den Mitgliedern der GSA! Sie ist jetzt Elect, dann Immediate usw. usf.

Volker war bei der Mitgliederversammlung. Er war bei der Vorstandssitzung. Er war bei der Eröffnung. Er lieferte das Good-to-know. Er war bei der Youth Convention. Ob er auch beim One Million Dollar Table war, das weiß ich nicht. Leider mache ich nicht so viel Umsatz. Aber Volker war eben nicht bei „unserem“ Gala-Abend zuhause. Ich habe alle Auftritte von Volker mitgeschnitten. Falls ich dazu was schreiben soll im Rückblick. Wer sich für alles interessiert, möge mich ansprechen. Es ist einfach zu viel zum Zusammenfassen, war aber immer ziemlich relevant.

Apropos Zusammenfassen: Früher hatten wir dafür mehrfach den genialen Dale Irvin an Bord. Dale stand am Abend jedes Kongresstages auf der Bühne und hat – versehen mit einem großen bayerischen Bierhumpen in der Hand – unseren Kongress gesummarized (ich denke, er fand die Oktoberfestmaßeinheit irgendwie deutsch. Weil er ja Köln nicht kannte). Jedenfalls hat er die Tage zusammengefasst. Einmal auch der wunderbare Albrecht Kresse mit seiner visuellen Summary. In unserer neuen Onlinewelt hat das in diesem Jahr Gaston Florin besorgt. Das war ziemlich cool, ebenso wie seine Übersetzungen der ausländischen Speaker im Chatroom. Danke, Gaston: Isch liebe Disch! Und ja: Hans-Joachim Hahn, Du hast uns trotzdem gefehlt!

Apropos Summary: Es gibt auch eine Zusammenfassung von der Mitgliederversammlung. Wer Member ist und das Protokoll einsehen möchte, findet es nach seinem Login genau hier: https://germanspeakers.org/protokoll-mitgliederversammlung-10-september/

Volker hat unbestritten alles gegeben, um die internationalen Gäste an Bord zu holen. Er war im Vorfeld auf einigen Conventions der globalen Schwesterverbände, um hier Kontakte zu machen. In Kanada hat er David Avrin gewonnen, beim Speakerkongress in Namibia Jackie Handy. Trotz meiner Skepsis: Die Online-Keynotes waren klasse, und ich weiß jetzt, dass Vorträge auch im Sitzen gehen (also im Stehen sind sie besser, aber sei es drum!).

Exkurs: Mittagspause

Nicole hatte sich schon im Vorfeld um die Verpflegung gesorgt. Schließlich ist sie im Gegensatz zu mir ständig auf Onlinekongressen und weiß, „dass das mit dem Essen immer schwierig ist“. Puh, auch das noch. Den ganzen Tag vor der Glotze und kein Service beim Essen? Das kann ja heiter werden. Beim Lunch musste ich an Max und Moritz denken, wie sie der Witwe Bolte die Hühner geklaut haben durch den Kamin. Wenn man bei Zoom immer mal wieder die Kamera ausschaltet, kann man schon am Vorabend das Tagungsessen für den Kongress vorbereiten, und keiner merkt etwas. Wie beim Kaffee sind wir auch @home wieder klar im Vorteil. Kein Abstandgebot und keine Maskenpflicht beim Kauen. Kein Anstehen am Buffett, kein Futterneid, kein hastiges Essen an wackligen Stehtischen.

Wie? Selbst kochen?

Vorher!

Nachher!

Nachherer!

Händeler!

Raus aus dem Hühnerbeinkoma: Dank Kondratieff und Eric

Die Geschichte der Zukunft? Die kann man doch gar nicht erzählen. Doch, man kann. Jedenfalls Eric Händeler kann. Er lieferte in kürzester Zeit einen hochspannenden Parforceritt durch sein Herzensthema. Dabei war er nicht nur unterhaltend. Die Parallelen, die er zu den Zwanziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts zog, stimmten nachdenklich. Damals war es die Durchsetzung der Elektrifizierung, die unsere Welt (nicht nur zum Besten) veränderte. Jetzt ist es die Digitalisierung,  die zu politischen und sozialen Verwerfungen führt. Eric attestiert uns eine Wirtschaftskrise, geschürt durch die mangelnde Produktivität im Umgang mit Wissen. Und er weiß, welche Gesetzmäßigkeiten in der Entwicklung der Menschheit höchst wahrscheinlich sind. Kondratjew oder Kondratieff – über die Schreibweise ist sich das Internet nicht einig. Jedenfalls ist Eric Händeler der Experte zur Theorie der zyklischen Wirtschaftsentwicklung des russischen Wirtschaftswissenschaftlers. Wohl und Wehe des nächsten Strukturzyklus werden jedenfalls vom produktiven Umgang mit Informationen bestimmt. Und von der richtigen Ethik. Da können vor allem auch die Speaker, Trainer und Berater der GSA einen wesentlichen Beitrag leisten.

Inspiration Box: Das Revival der Youth Convention

Mehr als 60 Teilnehmer bei der Youth Convention. Das ist der Hammer! Starker Job von Chair Bettina Stark! In nur sechs Wochen von Präsenz auf Remote – das galt auch für die Youth Con. Programm und Feedbacks waren herausragend; brillant moderiert von Bettina selbst, und Vaja Wieser-Weber, die den Job mal eben am Vortag übernommen hat.

#GSACon20

Alles, was jetzt keinen Platz in meinem Rückblick gefunden hat, kommt einfach ins Padlet – das habe ich gelernt. Aber ich finde, das könnt Ihr jetzt mal machen. Als kollektiver Summarizer sozusagen. PLAN C: To be continued!

Bis nächstes Jahr, dann aber live.

Euer GSA-Fan Petra

PS: Das mit den Wollsocken stimmt nur bedingt. Wir hatten herrliches Convention-Wetter und saßen den ganzen Tag draußen. Barfuß! Aber abends dann, ungefähr beim President’s Cocktail – da wurde es uns doch etwas frisch. Gottseidank musste es nicht zum Glitzerkleid passen!