Honorarstrategien für Speaker

Wie geht man mit der Forderung nach kostenlosen Auftritten um?

von Stephan Heinrich, CSP Ich werde bisweilen gefragt, ob ich zu besonders niedrigen Konditionen oder gar kostenlos auftreten würde. Grundsätzlich lege ich mir dafür ein Budget an Tagen pro Jahr fest. Wenn dieses Budget erfüllt ist, lautet die Antwort auf so eine Anfrage schlicht und einfach „Nein“. Stephan Heinrich, CSP Solange noch ein Kontingent vorhanden ist, gehe ich so vor: Ich sage dem Anfrager, dass ich gerne kostenlos auftrete, jedoch nur wenn er eine Spende an einen von mir bestimmten Spendenzweck leistet. Wenn sich der Anfrager grundsätzlich damit einverstanden erklärt, stelle ich noch klar, dass meine Spesen zusätzlich hinzukommen. Zur Höhe der Spende sage ich: „Überraschen Sie mich mit einer besonders großzügigen Spende. Und Bitte enttäuschen Sie mich nicht, denn wenn sie knausern sollten, werde ich nur sehr schlecht gelaunt den Vortrag halten können.“ Das sage ich natürlich mit einem Lächeln im Knopfloch.

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„Meine Honorarstrategie wird täglich evaluiert,…“

von Barbara Messer …sage ich mir schon morgens beim Frühstück. Gut, das ist etwas übertrieben. Doch ist sie tatsächlich etwas, was ich als Unternehmerin oft anschaue, prüfe und optimiere. Nicht jeden Tag, aber regelmäßig. Barbara Messer Ich differenziere in einer Art Aufteilung, also in Vortrag, Workshop, Tages- oder Mehrtages-veranstaltung bis hin zur großen, zertifizierten Trainerausbildung. Intern habe ich eine Erfassung meines Aufwandes, also die Vorbereitung, An- und Abfahrt, etc. Auch schaue ich, wie eine aktuelle Anfrage in meinen Zeitplan passt. Vorträge, Trainings und Workshops sind für mich mit Energie verbunden - also mit der Frage, wie ich meine Energie für das jeweilige Anliegen bestmöglich aufbringen und halten kann. Da ich überwiegend für Trainingstage und Coachingtage gebucht bin, habe ich auf die Komposition dieser Tage achtzugeben. Und diese haben dann ihren Preis, an dem ich selten rüttele. Immer wieder orientiere ich mich an der Honorarliste des BDVT, dort sehe ich mich [...]

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Warum sind kurze Vorträge nicht günstiger als lange?

von Karin Burger Wenn Kunden mich fragen, ob 30 Minuten günstiger als 90 sind, dann antworte ich: Karin Burger „Wissen Sie, damit der Vortrag von xy nicht nur unterhaltsam und nett ist, sondern die Fragen für Sie auf den Punkt bringt und Antworten liefert, die das Publikum wirklich weiter bringen, musste er/sie sich ca. 10/20 Jahre darauf vorbereiten. Je weniger Zeit er/sie bekommt, desto perfekter muss es sein. Der Vortrag ist eigentlich umsonst, aber die 10-20 Jahre vorher, die sind es, was ihn/sie so wertvoll für Sie macht. Expertise und Brillanz kann man nicht in Minuten abrechnen. Daher macht es keinen Unterschied, ob wir von 30 oder 90 Minuten sprechen. Das Honorar ist gesetzt und SIE bestimmen die Dauer.“

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Wie gehe ich mit der Angst vor meinem eigenen Vortragshonorar um?

Man sollte meinen, Kunden kriegen Stress, wenn ein Speaker einige Tausend Euro für 60 oder gar nur 30 Minuten Vortrag verlangt. Stimmt! Bei manchen ist das so. Doch diesem Stress kann man mit Preisverhandlungstechniken begegnen. Roman Kmenta Viel entscheidender ist aber der Stress, den die Rednerin oder der Redner selbst mit den eigenen Honoraren hat – auch als Preisangst bekannt. Und wenn ein Redner selbst Angst vor der Höhe seines Honorars hat, dann merkt das der Kunde meist. Wir verraten uns durch teilweise unbewusste Signale – ein Räuspern, eine allzu weiche Formulierung, ein Wegschauen. Manchmal wird der Kunde, der die Unsicherheit des Redners bemerkt, so förmlich zur Preisverhandlung eingeladen. Daher müssen Speaker zuerst sich selbst von der Höhe ihrer Gage, ihrem eigenen Wert überzeugen bevor sie Kunden überzeugen können. Eine Strategie dafür ist, sich deutlich zu machen wieviel Aufwand in einem Vortrag von einer halben Stunde drinsteckt. Denn der Vortrag [...]

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“Tell me lies, sweet little lies!” – Süße Lügen rund um Speaker-Honorare

Du bist schon seit einigen Jahren in der Weiterbildungsbranche und machst einen wirklich guten Job. Doch wenn Du mit Kolleginnen und Kollegen spricht, kommst Du Dir manchmal als Versager vor, denn alle anderen scheinen so viel mehr zu verdienen. Mein Tipp: Lass Dich nicht verarschen! Zum Thema Honorar habe ich in den letzten Jahren schon so viele Überraschungen erlebt. Stars der Szene, die angeblich für einen Vortrag über € 10.000 bekommen und nachweislich für weniger als die Hälfte auftreten. Andere erzählen von Festhonoraren und sind doch sehr flexibel. Und dann gibt es noch die Helden, die mit ihren riesigen Umsätzen prahlen und dabei kurz vor der Pleite stehen. Denn bei aller Selbstbeweihräucherung haben sie vergessen, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist! Diese fast schon hysterische Geld-Fixierung, die unsere Branche seit ein paar Jahren heimsucht, finde ich irritierend. In der Weiterbildung sollte es um die Frage gehen:  „Wieviele Menschen profitieren von meiner Arbeit?“ [...]

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Soll ich den Auftrag annehmen, auch wenn das angebotene Honorar deutlich unter meinem üblichen Preis liegt?

Wenn Ihr Anfragen bekommt, die deutlich unter dem Preis liegen, zu dem ihr üblicherweise auftretet, und Ihr wollt als Speaker ernst- und wahrgenommen werden, dann lasst Euch die Spesen zahlen und gebt beim Kunden eine Charity-Organisation an, an die das vorhandene Geld gespendet wird. Das darf dann auch PR-wirksam passieren (WIN-WIN-WIN!). Das kann man ab und zu machen, wenn das Publikum vielversprechend ist fürs Folgegeschäft, wenn das Thema oder der Auftraggeber eine Herzensangelegenheit ist. Damit nutzt Ihr die Bühne, nutzt die Chance, tut gleichzeitig was Gutes - und macht Eure Preise nicht selbst kaputt. Wer öfter für 900 Euro Vorträge hält, der wird lange an diesem Preis „kleben“. Denn das spricht sich herum.

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Wie legt man als Speaker/Trainer sein Honorar fest?

von Karin Burger Das ist eine vielschichtige Frage. Die darunterliegenden Fragen sind: Welchen Wert gebe ich meiner eigenen Arbeit? Wie viel investiere ich in meine Arbeit, meine Ausbildung, meine Vorbereitung, meine Fort- und Weiterbildung, mein Team, meine PR? Wie gut bin ich in meinem Feld? Wie wertvoll bin ich für meine Kunden? Welche Botschaft habe ich, die andere Menschen weiter bringt in ihrer Entwicklung? Karin Burger Ich bitte die Teilnehmer in meinem „Agentur-Coaching“ immer, einen einfachen Test zu machen: Malt eine Linie von links nach rechts auf ein Papier. Links steht 0,- Euro, rechts 10.000,- Euro. Nun stellt Euch selbst die Frage: „Wie hoch ist Ihr Honorar Herr/Frau...“ Dann nehmt einen Stift, fahrt auf der Achse von links nach rechts und antwortet innerlich. Geht weiter nach rechts. Bis wohin fühlt es sich richtig an und ab welchem Punkt wehrt sich was in Euch? Steht Ihr dazu? Haltet Ihr den Preis [...]

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Dazwischenkommen kann immer mal was – Wie geht man mit Ausfällen um?

von Gaby S. Graupner Stornofristen Die DIMAT Services Ltd. legt Wert auf faire Kundenbeziehungen. Sollten Sie vereinbarte Trainingstermine absagen bzw. verschieben müssen, beachten Sie bitte folgende Storno-Investitionen: ■  bis 20 Kalendertage vor Seminarbeginn 50 % des Seminarpreises ■  weniger als 20 Kalendertage vor Seminarbeginn 100 % des Seminarpreises Gerne vereinbaren wir einen Ersatztermin mit Ihnen. Gaby S. Graupner Das ist kurz und auf den Punkt gebracht. Am Tag des geplanten Trainings geht die Rechnung raus, inklusive der bereits bezahlten Reisekosten (Nachweis). Seit 20 Jahren wurden sie immer bezahlt! Wenn der Kunde sich anschließend selbständig für einen Ersatztermin meldet, dann wird dieser vereinbart und durchgeführt. Nur sehr langjährige Kunden rufe ich aktiv für einen Ersatztermin an. Ich werde oft gefragt, wie ich mit solch knappen AGBs auskommen kann. Vielleicht liegt die Wirkung gerade in der Klarheit und in der Kürze. Auch wird dieser Punkt aktiv von mir angesprochen. Dabei erhalte ich [...]

By |2018-07-25T15:08:56+00:0025. Juli 2018|

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Barbara Rossié

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