…und action!
Die 5. GSA Convention in Köln im Zeichen von Medien und Prominenz



Die diesjährige Convention der German Speakers Association lockte vom 9. bis 12. September mehr als 400 Trainer, Speaker und Coachs nach Köln ins Maritim-Hotel. Höhepunkt der Veranstaltung war eindeutig die Verleihung des Deutschen Rednerpreises, auch, weil der Preisträger kein Geringerer als Außenminister a. D. Dr. Hans-Dietrich Genscher war. Der zeigte sich nicht nur gerührt und hoch erfreut über diese Auszeichnung, sondern lief mit seiner Dankesrede auch zu rednerischer Höchstform auf. Neben Genscher tummelten sich zahlreiche andere Prominente im Maritim-Hotel, die dem Convention-Motto „…und action!“ Leben einhauchten und dem Event mehr als nur den nötigen Glanz verliehen.

„Wie sollen wir diese Convention toppen?“ – diese Frage stellte Martin Laschkolnig, Convention-Chair für 2011, am Samstagnachmittag dem begeisterten Publikum vor dem Ausklang der diesjährigen GSA Convention. Eine durchaus berechtigte Bemerkung, übertraf die Veranstaltung, die gut besucht war und trotzdem einem vertrauten, fast familiären Zusammentreffen glich, doch alle Erwartungen.

Schon vor der Eröffnung herrscht im Foyer zwischen den Ständen der Sponsoren munteres Treiben. Aktuelle News und Twitter-Meldungen, Eindrücke von Besuchern und Verantwortlichen flirren über die große Multimedia-Wand im Eingangsbereich. Langsam füllt sich der große Saal, alle sind gespannt auf die große Eröffnungssession. TV-Star Jörg Knör und Convention Chair Cristián Gálvez geben einen fulminanten Einstand, manch ein Besucher muss die ersten Lachtränen des Tages trocknen. Top-Speaker Lenora Billings-Harris verstärkt mit der Tiefe ihres Vortrags „I am because you are“ noch die emotionale Atmosphäre. Die farbige Keynote-Speakerin versteht es, mit ihren persönlichen Erlebnissen aus Afrika den Zuschauern schon am Freitagmorgen zum zweiten Mal Tränen zu entlocken – diesmal Tränen der Rührung.

Im Anschluss sammeln sich die Besucher für die parallelen Workshops. Auch dieses Jahr ist das Angebot wieder vielfältig: Neben einem Comedy-Backstagetalk, u.a. mit Jörg Knör, Vera Deckers und Kai Spitzl, boten Alan Stevens, Slatco Sterzenbach und Petra Spiekermann ihren Zuhörern fesselnde Performances und Top-Content zur gesamten Bandbreite des Speakerbusiness, zur Power auf der Bühne und zu effektiver Personality-PR für Trainer und Speaker. Auch am Nachmittag locken die Workshops wieder die meisten Gäste in die Katakomben des Maritim: Thilo Baum, der auf der Convention mit dem managementbuch-Award für sein neues Werk „Mach dein Ding“ ausgezeichnet wurde, referiert zum Thema „Schreib dein Buch!“. Prof. Dr. Elisabeth Heinemann erklärt, was eine echte Rampensau auf der Bühne ausmacht und Ardeschyr Hagmaier gibt die besten Tipps für eine erfolgreiche Kundenakquise. Auch internationale Speaker, wie GSF-Präsident Alan Stevens, Lesley Everett, erfolgreiche Speakerin aus Großbritannien und Lars Sudmann aus Belgien geben aktiv ihr Wissen weiter.

Zurück zur nächsten Keynote in den großen Saal: Dr. Florian Langenscheidt spricht über die wahre Kraft von Optimismus. Ruhig und emotional zugleich fesselt er die Zuhörer, spricht über Dankbarkeit und unverrückbare Werte, und auch jetzt fließen wieder die Tränen an manchem Tisch. Kontrapunktisch wirbelt danach Top-Speaker Jörg Löhr über die Bühne. Sein Thema: Spitzensport als Erfolgsmodell für Trainer. Diesmal keine Tränen, aber jede Menge Power für den Rest des Tages.

 

Die ist auch bitter nötig, denn vor dem Highlight in Abendgarderobe, der Black and White-Gala mit Kerzenschein und zahlreichen Programmhöhepunkten, steht noch eine Runde Workshops aus, diesmal u. a. mit Comic-Zeichner Timo Würz und Finanzberaterin Stefanie Kühn.

 

Jetzt ist es endlich so weit: Kabarettist Christoph Brüske betritt die Bühne, um locker und humorvoll durch den prall gefüllten Abend zu führen. Plötzlich ist Gänsehaut-Time: Verleihung des Deutschen Rednerpreises an Dr. Hans-Dietrich Genscher. Die Laudatio des ehemaligen WDR-Intendanten Friedrich Nowottny stimmt alle ein: „Wenn jemand den Deutschen Rednerpreis verdient hat, dann ist es Hans-Dietrich Genscher. Er hat mit Reden Politik gemacht. Er hat Politik bewegt. Genscher, der Vizekanzler, der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, hat seinen Platz im Geschichtsbuch der Deutschen.“ Genscher gibt sichtlich gerührt Revanche: „Wenn jemand wie Friedrich Nowottny das sagt, dann macht mich das befangen, weil ich weiß, dass er niemand ist, der einfach so daher redet.“ Während Genschers Dankesrede hält es niemanden mehr auf den Plätzen. In bewegender und zugleich impulsiver Weise trägt er seine Vorstellung von einer besseren Gesellschaft in die Herzen der Gala-Gäste: „Unsere Verantwortung ist es, eine Jugend heranwachsen zu lassen, die heranwächst in der Achtung der eigenen Kultur und in der Kultur der anderen.“ Standing ovations. Stolz nimmt Genscher schließlich den Preis von GSA-Präsident Prof. Lothar Seiwert in Empfang. Ulrich Wickert, der ehemalige „Mr. Tagesthemen“, dieses Jahr neben Management-Trainerin Sabine Asgodom in die German Speakers Hall of Fame aufgenommen, nennt später Genschers Dankesrede und Auftritt im Interview „großartig“. Und Wickert ist wohl nicht der Einzige, der insgeheim den Wunsch hegt, dass Genscher wieder zurück auf die politische Bühne kehren möge: „Genscher ist ein Mann, der so viel Kraft in sich hat, wie ich ihn im Moment bei keinem Politiker mehr sehe bei uns in der Bundesrepublik.“



Wickerts Laudatio hält ein wenig später dann sein langjähriger Verleger Lothar Menne. Er würdigt Ulrich Wickert als ideenreichen Autor und brillianten Zeitgeist, der sich auch über seine Tätigkeit als langjähriger Tagesschau-Sprecher und Journalist auch als Redner einen großen Namen gemacht hat.

 


Die Laudatio auf die zweite Hall of Fame-Preisträgerin Sabine Asgodom, CSP hält die Münchner Unternehmerin Svea Kuschel. Sie erzählt aus dem Leben der GSA Past Präsidentin und zeigt deren Curriculum bis hin zu einer der meist gebuchtesten Rednerinnen im deutschsprachigen Raum auf. Die Anwesenden zollen mit Standing Ovations Beifall.

 

Der Rednerpreis und die Aufnahme in die Hall of Fame sind nicht die einzigen Preise, die im Rahmen der GSA Convention 2010 feierlich verteilt werden. Vertriebstrainer Andreas Buhr bekommt die Auszeichnung „Recruiter of the Year 2010“ für die meisten geworbenen Neumitglieder 2009 und 2010, Hans-Uwe L. Köhler erhält den Innovation Award für die prickelndste Idee im Speakerbusiness 2010 und Autorin Dr. Petra Begemann sowie Gedächtnistrainer Markus Hofmann werden mit dem President´s Award 2010 für ihre besonderen Leistungen und den großen Einsatz um das Wohl der GSA ausgezeichnet und Mentee Heidi Pütz bekommt den Newcomer-Award. Last but not least: GSA-Geschäftsführerin und Gründerin der GSA Claudia Haider und Dan Poynter aus den USA werden mit einer lebenslangen Ehrenmitgliedschaft geehrt.

 



Zum Abschluss wird das 5-jährige Bestehen der GSA mit einer Dessertparade gefeiert. Sigi Haider, Gründer und Vizepräsident erläuterte kurz zuvor auf der Bühne die Geschichte und den Werdegang der GSA bis hin zu einem der einflussreichsten Verbände im deutschsprachigen Raum. „Die GSA lebt von ihrer Pluralität und der Bereitschaft ihrer Mitglieder sich einzubringen und zu engagieren.“, betont er. Diesen „Spirit“ der GSA kann man im Laufe der GSA Convention überall am eigenen Leibe erfühlen.


Danach ist Feiern angesagt: Bis spät in die Nacht wird getanzt und genetzwerkt.



Nach mehr als verdienter Nachtruhe beginnt der zweite Tag: Alle sind wieder fit und motiviert zur Stelle. Los geht‘s mit dem Kick off der „GSA University“. Markus Hofmann, der Leiter des Transferinstituts „STI Professional Speaker“, stellt den Studiengang für die professionelle Ausbildung vor. Spontan entscheiden sich noch weitere Teilnehmer für den Zertifikatslehrgang. Mehr als professionell und aufregend ist auch die Performance des amerikanischen Comedy-Duos „The Passing Zone“ bestehend aus Jon Wee und Owen Morse, die auf der Bühne mit laufenden Kettensägen, Schwertern und Bowlingkugeln jonglieren. Das Wirbelwind-Intermezzo lässt ein verblüfftes und entspanntes Publikum zurück, das Top-Speaker Frank Furness behutsam wieder zurück zum Business führt: Er referiert gekonnt über die wirkungsvollsten Möglichkeiten erfolgreichen Marketings, bevor es in die samstägliche Workshop-Runde geht. Die Convention-Teilnehmer haben die Qual der Wahl zwischen zahlreichen spannenden Themen: Beim Backstage Talk „Macher, Moderator, Manager“ diskutieren die Medien-Experten und Moderatoren Kai Spitzl, Dr. Stefan Frädrich, Jan-Philipp Müller, Niki Jondral und Hans Meiser darüber, wie man als Experte ins Fernsehen kommt. Image-Beraterin Sabine Schwind von Egelstein gibt Impulse für ein souveränes und stilsicheres erstes Auftreten und René Huber verrät, „Was Toptrainer und Spitzensportler gemeinsam auszeichnet“.  Den international Track am Samstag bestreitet Wolfgang Riebe aus Südafrika mit wichtigen Tipps und Tricks für Speaker.



Am Nachmittag weitere Höhepunkte: Die „Men in Black“ der GSA auf der Bühne. Vertriebstrainer Andreas Buhr, Dirk Kreuter und Martin Limbeck starten mit humorvollen Videos in ihre Kurzvorträge zu den Themen Umsatzsteigerung, Neukundenakquise und wirkungsvolle Marketingstrategien. Dr. Joachim de Posada aus den USA gibt dem Auditorium als letzter internationaler Redner Antworten auf die Frage: „Was macht den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern aus?“ und RTL-Moderatorin Frauke Ludowig, die sich im Interview den vielen Fragen von Moderator Cristián Gálvez stellt, lassen den offiziellen Teil der diesjährigen GSA Convention langsam ausklingen. Abends trifft man sich noch in kleinerer Runde im Brauhaus Früh neben dem Kölner Dom zum Netzwerken und zu netten Gesprächen.



Viele Besucher geben ihr Feedback. Jeder kann es auf der Multimediawand lesen: „2010 ist „die beste Convention“ aller Zeiten.“ Herzblut, Arbeit und Leidenschaft stecken in der Vorbereitung der Veranstaltungen. Freudentränen fließen danach – zum letzten Mal – nicht nur bei GSA-Präsident Prof. Lothar Seiwert bei seiner Dankesrede, sondern auch bei Convention Chair Cristián Gálvez, dem Prof. Seiwert für seine außerordentliche Leistung als Moderator und für sein besonderes organisatorisches Engagement mit einer herzlichen Umarmung dankt. Freuen können wir uns definitiv auf die nächste GSA Convention am 9. und 10. September 2011 in München. Schon jetzt gibt es dafür Zusagen hochkarätiger internationaler Redner wie Jeffrey Gitomer und Tim Gard.